Ob App, Sachverständiger oder eigene Recherche zu Vergleichsverkäufen — alles hängt an den Bildern. Verwackelte, gegen das Licht oder aus einer einzigen Perspektive gemachte Fotos lassen zu viel Spielraum. So gehen Sie am besten vor, bevor Sie irgendein Objekt bestimmen.
1. Szene vorbereiten, nicht das Objekt
Wählen Sie einen ruhigen Hintergrund — ein glattes Holztischblatt oder ein gefaltetes Tuch — das dem Stück nicht die Show stiehlt. Nehmen Sie indirektes Tageslicht am Fenster; Deckenlampen glätten Details und verfälschen die Farbe.
Fingerabdrücke und leichten Staub mit weichem Tuch entfernen, aber nicht polieren, waschen oder restaurieren, solange die Zuordnung nicht steht. Wachse, Chemie und Schleifmittel entfernen genau die Spuren, die Wert schaffen.
2. Beginnen Sie mit einem Gesamtfoto
Zeigen Sie das Objekt frontal auf Objekthöhe. Die Kamera parallel halten, um Verzerrungen zu vermeiden. Genug Rand lassen, damit die App die Kanten sieht — Stuhlbein, Rand, Lippe, Schulterlinie.
Dieses erste Bild trägt die Zuordnung: Form, Proportion, Stil und Epoche folgen ihm.
3. Das Erkennungstrio dazu
Drei zusätzliche Aufnahmen erledigen den Großteil.
- Boden oder Unterseite, wo Stempel und Marken sitzen. Objekt gegen Tageslicht drehen, auf den nächsten Punkt fokussieren und senkrecht auslösen.
- Jede Signatur, Punze oder Meistermarke bildfüllend. Auch eine für Sie unleserliche Marke ist der stärkste Hinweis für App oder Händler.
- Ein ungewöhnliches Detail: Scharnier, Schraubentyp, Handverbindung, Glasblase, Farbe unter der Glasur, Restaurierung, Patinalinie.
4. Ehrlicher Zustand
Käufer zahlen für das, was sie sehen, nicht für Ihre Beschreibung. Ehrliche Bilder jedes Sprungs, Chips, Kratzers, Fehlteils oder Restaurierungspunkts schützen Sie beim Verkauf und ermöglichen der App, den Zustand ins Wertspannenmodell einzubauen.
Bei Möbeln zeigen Sie die Schreinerarbeit von hinten und innen. Bei Keramik suchen Sie unter starkem Licht nach Haarrissen. Bei Metall geben Sie Gewicht und Maße an.
5. Größe und Herkunft ergänzen
Legen Sie einen bekannten Gegenstand daneben — Münze, Hand, Buch. Wenn Sie Papiere haben, einen Familienzettel, eine Rechnung oder ein altes Foto mit dem Objekt in Nutzung, ergänzen Sie das. Herkunftsnachweise trennen häufig einen mittleren von einem starken Preis.
6. Prüfen, bevor Sie einreichen
Sehen Sie sich die Bilder vor der Analyse auf dem größten Bildschirm an. Ist ein Stempel unscharf, machen Sie das Foto neu. Verschwindet ein Detail im Schatten, rücken Sie das Objekt 30 cm näher ans Fenster. Zwei Minuten hier sparen eine Stunde falscher Vermutungen.
Foto-Checkliste
- Gesamtfoto auf Objekthöhe mit ruhigem Hintergrund
- Boden/Unterseite senkrecht bei Tageslicht
- Nahaufnahme jeder Marke, Signatur oder Punze
- Ein ungewöhnliches Bau- oder Materialdetail
- Ehrliche Fotos aller Schäden oder Restaurierungen
- Größenreferenz und vorhandene Herkunftspapiere
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Machen Sie die Aufnahmen, laden Sie sie in die App und erhalten Sie eine belegte Bestimmung mit Epoche, Region, Material und Wertspanne.
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